Sparxent PC-Power-Management ROI

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PC-Power-Management

Grüner ROI für PC-Infrastrukturen

Rechenzentren gelten gemeinhin als DIE Stromfresser der IT-Infrastruktur. Dabei schätzen Branchenanalysten, dass 31 Prozent des durch die IT verbrauchten Stroms auf PCs, Monitore und Laptops entfallen [1]. Den Energiebedarf der Rechnerflotte zu senken, ist daher ein lohnender und logischer nächster Schritt, um Betriebskosten im Unternehmen zu reduzieren.

 

I

n vielen Unternehmen bleiben PCs und Monitore nachts und am Wochenende angeschaltet, weil beispielsweise Wartungsarbeiten anstehen oder Mitarbeiter schlicht vergessen, Rechner und Bildschirm abzustellen. Das Resultat ist ein höherer Stromverbrauch, der sich bei steigenden Strompreisen merklich auf die Betriebskosten des Unternehmens auswirkt.

PC-Power-Management-Software schafft hier Abhilfe: Sie versetzt Rechner, Monitore, Notebooks und Server in Ruhephasen in unterschiedliche Energiesparmodi. Das Verhalten der Rechner wird durch Energierichtlinien gesteuert, die jedes Unternehmen individuell definiert. Der niedrigere Energiebedarf der Rechner senkt die Stromkosten um bis zu 50 Euro pro Jahr und Gerät. Selbst wenn Mitarbeiter ihre PCs am Ende des Arbeitstages verlässlich herunterfahren, bringt PC-Power-Management-Software Vorteile, da sie den Stromverbrauch von Rechner und Monitor während inaktiver Phasen am Tag, beispielsweise Pausen oder Meetings, verringert.

Zwar gibt es Bordmitteloptionen im Betriebssystem, sie sind jedoch wenig wirksam. Sie schalten den PC zum Beispiel nicht ab, wenn sie einen Zugriff auf Terminal Services, Datenbanken oder andere Anwendungen bemerken. Die Energiespareinstellung kommt dadurch nicht zum Tragen. Zudem lassen sich erreichte Einsparungen nicht genau nachweisen, da es keine Reporting-Funktion gibt. Und schließlich fehlt die Granularität, denn es kann nur eine Richtlinie pro Rechner oder Rechnergruppe definiert werden. Das Effizienzoptimum wird so nicht erreicht.

Eine PC-Power-Management-Software ist den Bordmitteln bei Funktionsumfang, Flexibilität in der Richtlinienanwendung und Vielfalt der Energiesparmodi überlegen. Sie erlaubt es, Richtlinien für die verschiedenen Benutzergruppen im Unternehmen zu definieren. Der Administrator kann zudem jeder Gruppe mehrere Energierichtlinien zuweisen, je nach Tageszeit und/oder Standort – die PC-Power-Management-Lösung lässt insgesamt also deutlich granularere Richtlinien zu. Die Entscheidung, wann ein PC in den Energiesparmodus wechselt, basiert bei einer PC-Power-Management-Software auf einer detaillierten Auswertung der Rechneraktivitäten: Der PC Power Manager von Sparxent verfügt beispielsweise über eine Safe-Boot-Shutdown-Funktion. Dabei sichert er ungespeicherte oder geöffnete Anwendungen (etwa ein Word-Dokument) in einen temporären Ordner, der bei der Reaktivierung des Rechners abgerufen wird und den Arbeitsstand bereitstellt. Es gehen also keine Daten verloren.

Gängige Vorurteile gegenüber PC-Power-Management

Noch trifft das Thema PC-Power-Management bei vielen Entscheidern auf taube Ohren. Dies liegt zum Teil daran, dass die Energiebilanz der Rechnerflotte keinem Unternehmensbereich zugeordnet ist: Die IT-Abteilung misst dem Thema Stromversorgung und Stromverbrauch kaum Relevanz zu und das Facility-Management ist gewissermaßen »zu weit weg« von den IT-Endgeräten. Für die Unternehmensleitung könnte PC-Power-Management zwar interessant sein – mit Blick auf CSR-Initiativen genauso wie auf die Betriebskosten; sie unterschätzen das Potenzial von PC-Power-Management aber häufig, wenn es an Fürsprechern im Unternehmen fehlt.

Manche IT-Abteilung hat zudem technische Vorbehalte: nicht genügend oder nicht messbare Einsparungen und die Inkompatibilität mit Softwareverteilung und Patch-Management. Eine genauere Betrachtung entkräftet diese Vorurteile jedoch schnell:

1.    Das Einsparpotenzial ist höher als gedacht: Rechner inklusive Bildschirm sowie Notebooks nehmen im Betrieb etwa 75 Watt/h auf, die Leistungsaufnahme im Ruhe- oder Stand-by-Zustand ist dagegen deutlich niedriger. Ein geschicktes Ausnutzen der Ruhezeiten, vor allem in der Nacht und am Wochenende, spart bis zu 50 Euro pro Rechner und Jahr ein, so dass sich Lizenz- und Wartungskosten für die Power-Management-Software schnell amortisieren.

2.    PC-Power-Management optimiert auch energieeffiziente Hardware: Im direkten Vergleich lässt sich mit PC-Power-Management-Software schneller ein ROI erzielen als mit neuer Hardware, deren höhere Anschaffungskosten sich erst mittel- bis langfristig rechnen. Optimal ist eine Kombination: Denn energieeffiziente PCs oder Monitore laufen – genau wie ältere Modelle – zeitweise ungenutzt und verbrauchen damit unnötig Strom. Mit PC-Power-Management lassen sie sich energieeffizienter betreiben.

3.    PC-Power-Management behindert weder Patch-Management noch Softwareverteilung: Viele IT-Verantwortliche gehen davon aus, dass PC-Power-Management-Software für die eigenen Rechner oder Server nicht in Frage kommt, da sie Abläufe in der Patch- oder Softwareverteilung stören. Dahinter steht die Annahme, dass Rechner im »Low-Power«-Zustand (also bei Inaktivität) nicht ansprechbar sind. Tatsächlich weckt die eingesetzte PC-Power-Management-Software aber die Clients zeitgesteuert auf. So entstehen definierte Wartungsfenster, gleichzeitig ist der Stromverbrauch optimiert.

4.    PC-Power-Management behindert weder Patch-Management noch Softwareverteilung: Viele IT-Verantwortliche gehen davon aus, dass PC-Power-Management-Software für die eigenen Rechner oder Server nicht in Frage kommt, da die Rechner für diese Projekte aktiv sein müssen. Dahinter steht die Annahme, dass Rechner im »Low-Power«-Zustand (also bei Inaktivität) nicht ansprechbar sind, um zum Beispiel in der Nacht Patches einzuspielen. Um dieses Problem zu umgehen, weckt die eingesetzte PC-Power-Management-Software die Clients zeitgesteuert auf. So entstehen definierte Wartungsfenster, gleichzeitig ist der Stromverbrauch optimiert.

5.    Einsparungen müssen messbar sein: Die Einsparungen durch PC-Power-Management müssen sich schnell und einfach berechnen lassen; schließlich sollen die Ausgaben für Einführung, Lizenzen und deren Management die eingesparten Stromkosten nicht übersteigen. Eine gekaufte Lösung muss deswegen über professionelle Auswertungs-/Reportingfunktionen verfügen, die die Einsparungen von Strom und CO2-Emmissionen beziffern und einen Drill-down auf die Ebene definierter Benutzergruppen zulassen. Den Stromverbrauch nach Stromanbietern oder Tarifen auszuwerten, kann ebenfalls hilfreich sein, um die Energiekosten transparent aufzuschlüsseln.

6.    PC-Power-Management lässt sich in jeder Umgebung umsetzen: Bei der Auswahl eines geeigneten Produkts ist es wichtig, die verfügbaren Lösungen genau auf ihren Funktionsumfang hin zu untersuchen. So stellt sich beispielsweise die Frage, ob die Software auch Steuerungsrechner in Produktionsumgebungen abdecken soll. Da diese nie abgeschaltet werden dürfen, bieten einige PC-Power-Management-Lösungen spezielle Modi an: Der PC Power Manager von Sparxent beispielsweise reduziert mit seiner Funktion Dynamic Efficiency die Taktfrequenz des Prozessors und verringert so die Leistungsaufnahme nach Vorgaben des Administrators.

Make or Buy?

Unternehmen, die bereits sehr früh das Potenzial einer PC-Power-Management-Lösung erkannt haben, hatten in der Vergangenheit nur die Möglichkeit, eigene Skripte für das Power-Management auf Client-Basis zu schreiben. Normalerweise lösen die Skripte nach einer definierten Phase der Rechnerinaktivität einen Shutdown aus. Wenn eine gewisse Granularität und flexible Handhabung durch die User erreicht werden soll, ist der Entwicklungsaufwand jedoch recht hoch – ergo lohnt er sich nur für sehr große Unternehmen. Zusätzlich ist die Nutzerakzeptanz für eine unflexible Shutdown-Richtlinie in der Regel gering, da die Benutzer in ihren Arbeitsabläufen beeinträchtigt werden. Damit bringen selbstprogrammierte Lösungen nicht den gewünschten Erfolg und werden häufig nicht weiter gepflegt.

Für gekaufte Software fallen in der Regel Lizenzkosten an, sie erzielt jedoch sehr schnell einen ROI: Aktuell muss man mit etwa 15 Euro Lizenzkosten pro Client und Jahr rechnen. Bei einem Einsparvolumen von 15 Euro bis 50 Euro pro Client und Jahr amortisiert sich die Einführung also fast immer innerhalb weniger Monate. Im Vergleich zu den Bordmitteln von Betriebssystemen ist der Funktionsumfang einer PC-Power-Management-Lösung jedoch größer, die Richtliniengestaltung ist flexibler, und zusätzlich entfällt die interne Entwicklungsarbeit.

Den Anwender überzeugen: Tipps für die Einführung

Anwender für den Einsatz von PC-Power-Management zu begeistern ist eine nicht zu vernachlässigende Aufgabe – zu stark ist die Ablehnung der User, wenn sich etwas an »ihrem« Rechner verändert. Bei der Einführung einer PC-Power-Management-Lösung sollte die verantwortliche Fachabteilung deswegen auf einige Punkte achten:

1.    Granular und flexibel:
Wie gut sich die PC-Power-Management-Richtlinien an das Arbeitsverhalten unterschiedlicher Abteilungen, Standorte oder Funktionseinheiten anpassen lassen, ist Dreh- und Angelpunkt für die Akzeptanz der Anwender. Viele User würden PC-Power-Management mit zu strengen Richtlinien vermutlich ablehnen – beispielsweise wenn der Rechner bei jedem längeren Telefonat in den Ruhezustand wechselt oder gar herunterfährt. Da die auf dem Markt befindlichen Tools noch wenig standardisiert sind, sollte das bei der Auswahl des Produkts berücksichtigt werden.
Hilfreich sind verschiedene Energiesparmodi, die zwischen Stand-by und Herunterfahren differenzieren – dann lässt sich beispielsweise unterschiedliches Rechnerverhalten für tagsüber und nachts festlegen. Eine gute Energiemanagement-Lösung sollte auch nach Bedarf Applikationen vom PC-Power-Management ausschließen können und dem Benutzer die Möglichkeit geben, die Anwendung der Richtlinien auszusetzen – das Einverständnis des Managements vorausgesetzt.

2.    Behutsame Einführung:
Zuerst sollte die IT-Abteilung genau messen können, wie PCs und Notebooks genutzt werden. Die erhobenen Daten werden ausgewertet und sind Grundlage für die Definition der künftigen Energierichtlinien, die genau auf bestimmte Nutzer- oder Rechnergruppen oder auch Hardwaremodelle zugeschnitten sind.
Eventuell ist es sinnvoll, die Richtlinien zunächst entschärft einzusetzen und dann Schritt für Schritt nachzujustieren, um die Anwender an das energieeffiziente Verhalten von PCs und Notebooks heranzuführen.

3.    Auswertung:
Um den Nutzen der PC-Power-Management-Lösung für das eigene Unternehmen zu bewerten, sollten die Einsparungen beim Stromverbrauch regelmäßig ausgewertet und dem Verbrauch ohne Power-Management gegenüber gestellt werden.

4.    Einsparungen aufzeigen – auch spielerisch:
Da der PC-Nutzer keinen persönlichen Mehrwert von sinkenden Stromkosten hat, ist es wichtig, die Einsparungen verständlich darzustellen: Mit einer abstrakten Watt-Angabe dürften viele Kollegen nur wenig anfangen können; besser ist eine Umrechung auf die eingesparten Stromkosten oder vertraute Größen wie die Anzahl von Tankfüllungen oder nicht abgeholzten Bäume. Auch gezielte Belohnungen erhöhen die Akzeptanz, beispielsweise in Form eines Einspar-Wettbewerbs zwischen Abteilungen.

5.    Unterstützung der Unternehmensleitung:
Der sinkende Stromverbrauch nutzt dem Unternehmen als Ganzes: zum einen durch geringere Gesamt-Betriebskosten, zum anderen durch den Beitrag der »grünen Rechnerflotte« zur CSR-Strategie des Unternehmens – inklusive Imagegewinn. Bei der Einführung einer PC-Power-Management-Lösung ist es deswegen hilfreich, wenn die Unternehmensleitung sich des Projekts persönlich annimmt. Sie agiert dann als Fürsprecher für PC-Power-Management im Unternehmen, um die Anwender in der Einführungsphase zu überzeugen.

 

Investitionen in PC-Power-Management gehören zu den wenigen Projekten, die sich rasch, in der Regel innerhalb weniger Monate, auszahlen. Hinzu kommt ein Imagegewinn durch energiesparendes Client-Management. Wichtig ist es, die User bei der Einführung mitzunehmen und an ihr grünes Gewissen zu appellieren: Dann winkt doppelter Gewinn – für die Umwelt und für das Unternehmen.

Johannes Gappmaier

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Johannes Gappmaier, Solutions Architect bei Sparxent Europe

 

[1] Quelle: Gartner Dataquest, Forecast of IT hardware energy consumption worldwide, 2005-2012


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